Antrag 10/Klares Bekenntnis zur nachhaltigen Verpflegung (Speisen und Getränke) bei allen Veranstaltungen der AKNÖ und zur Verwendung fair produzierter und gehandelter Produkte im Bereich der AKNÖ!

Antrag 10 der AUGE/UG zur 2. Vollversammlung der AK Niederösterreich am 11.11.2014

Die Vollversammlung der AKNÖ möge beschließen:

a)Bei allen internen wie externen Veranstaltungen der AKNÖ sind als Verpflegung regionale, saisonale und biologische Lebensmittel anzubieten.

b) Getränke (Kaffee, Tee u.dgl.) müssen ) in allen AKNÖ- Bezirksstellen und in der AKNÖ-Zentrale aus fairem Handel angeboten werden.

c) Bei der Bestellung von Kleidungsstücken (z.B. T-Shirts, Jacken) im Auftrag der AKNÖ ist LieferantInnen der Vorzug zu geben, die eine Produktionen zu fairen und ökologischen Arbeitsbedingungen garantieren können.

 

 

BEGRÜNDUNG: Vom Wissen zum Handeln! – AKNÖ geht mit gutem Beispiel voran „Nachhaltigkeit mit Messer und Gabel – Für unsere Zukunft!“ So heißt die neue Broschüre der AKNÖ – und sie ist hervorragend gelungen! Wie Präsident Markus Wieser und Direktor Mag. Helmut Guth im Vorwort hinweisen, ist es ein Leichtes, Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen, das bringt mehr Lebensqualität!

Umso wichtiger ist, dass die AKNÖ selbst mit gutem Beispiel voran geht und nachhaltige Verpflegung bei allen ihren Veranstaltungen zum Standard macht! Regional und Saisonal – die beste Wahl! Werden solche Produkte bevorzugt, so werden dadurch Klein- und Mittelbetriebe in NÖ gestärkt und das wiederum trägt zur Arbeitsplatzsicherung in der Region bei. Lebensmitteltransporte brauchen enorm viel Energie und belasten die Umwelt. „Regionalität“ sollte demzufolge bedeuten:

• Produkte aus meinem Ort

• Produkte aus meinem Bundesland

• Produkte aus Österreich

Gemüse und Obst aus beheizten Glashäusern (primär aus fossiler Energie) setzen außerdem bis zu 30x mehr Treibhausgase/kg frei als jenes aus dem Freiland. Obst und Gemüse-Saisonkalender werden von verschiedenen Organisationen angeboten und können zur Planung der Verpflegung auf AKNÖ-Veranstaltungen dienen.

BIO – die Vorteile! Bioprodukte schmecken nicht nur besser, sondern tragen einen erheblichen Teil dazu bei, dass Boden und (Grund)Wasser für unsere nächsten Generationen gesund und nutzbar sind. Auch die Vorgaben zum Tierschutz gehen über das Tierschutzgesetz hinaus. Stallgröße, Auslauffläche und Aufenthalt im Freien sowie biologisches Futtermittel sind Voraussetzung in der BIO-Viehzucht. Der Energiebedarf von Bioprodukten pro Hektar ist um rund 50% geringer als bei konventioneller Produktion (positivere Treibhausgasbilanz).

Solidarisch sein – faire Produkte kaufen ! Heutzutage finden sich schon viele Produkte am Markt, die fair produziert werden. So ist das Fairtrade-Logo sicher das bekannteste Siegel im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Ethik. Diese LOGO garantiert, dass das Produkt international festgelegten sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards entspricht. Die besseren Arbeitsbedingungen für LohnarbeiterInnen sowie ein sicheres Einkommen für KleinbäuerInnen und PlantagenarbeiterInnen sichern eine menschenwürdige Zukunft. Zudem kommen die ArbeiterInnen nicht mit Pflanzenschutzmittel und anderen Chemikalien in Berührung. Da dies in besonderem Ausmaß auch für Kleidungsstücke gilt, wurde Punkt c) des Antrags formuliert.